Praxis AH

Praktische Prüfung für Assistenzhund-Teams

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Sinn der Prüfung

Das Mensch-Hund-Team soll in dieser Prüfung demonstrieren, dass es gemeinsam die Hindernisse des Alltags bewältigen kann und dass der Hund in seinem jeweiligen Einsatzgebiet ausreichend ausgebildet wurde und das Gelernte in unterschiedlichen Situationen sicher zeigen kann. Der/die HundehalterIn soll zeigen, dass er/sie in der Lage ist, den Hund im Alltag sicher zu führen, ohne dass von ihm eine Gefährdung oder Belästigung von Dritten ausgeht.

Ablauf

Die Prüfung findet am Wohnort es Teams statt in Anwesenheit von 2 PrüferInnen (aber immer in Abwesenheit des/r Ausbilders/in statt) und startet mit einem „Hausbesuch“. Folgende Situationen werden hier geprüft:

  • Verhalten gegenüber Besuchern – Einflussnahme des/r HundeführerIn
  • Pflegesituation (in Ohren gucken, ins Maul schauen, Bürsten – bei Bedarf mit Hilfsperson)
  • Start zum Spaziergang (Anziehen von Leine, Halsband/Geschirr, Kenndecke etc., Verlassen des Hauses/der Wohnung)
  • Apportieren von mind. 3 unterschiedlichen Gegenständen (Anreichen nach Bedarf)
  • evtl. Spezialaufgaben* (Hilfeleistungen) – je nach Einsatz des Hundes

Der zweite Teil der Prüfung findet im Innenstadtbereich oder einem Einkaufszentrum statt. Das Team soll hier zeigen, dass es sich im belebten Bereich mit vielen Menschen sicher bewegen kann. Hier werden folgende Situationen bewertet:

  • Sitz/Platz/Bleib unter Ablenkung (Ansprache durch Person, Hund geht vorbei), angeleint und angebunden in An- und Abwesenheit des/der HundeführerIn
  • Begrüßungssituation (Person nimmt Kontakt zum Hund auf und schüttelt HundeführerIn die Hand)
  • Fahrt mit Fahrstuhl
  • Gang durch Menschenmenge
  • evtl. Spezialaufgaben* (Hilfeleistungen) – je nach Einsatz des Hundes

Im dritten Teil der Prüfung wird ein Park oder Ähnliches mit einer Freilaufmöglichkeit für Hunde besucht. Hier werden folgende Situationen geprüft:

  • Rückruf
  • Stoppen im Freilauf
  • Freifolge unter Ablenkung (Locken mit Futter, Ball wird geworfen)
  • Orientierung des Hundes an/an der HundeführerIn im Freilauf
  • Begrüßungssituation mit angeleintem 2. Hund (inkl. HundeführerIn fällt Gegenstand runter und wird von Ablenkungsperson aufgehoben)
  • Kontrolle des Hundes bei bewegten Reizen (Ball o. ä.)
  • evtl. Spezialaufgaben* (Hilfeleistungen) – je nach Einsatz des Hundes

Während der gesamten Prüfung werden folgende Punkte bewertet:

  •  Kooperation des Teams
  • Orientierung des Hundes am/an der HundeführerIn
  • Vertrauen des Hundes zum/r HundeführerIn
  • Verhalten des Hundes gegenüber Passanten
  • Leinenführigkeit
  • Es müssen mindestens 3 Spezialaufgaben* (Hilfeleistungen) gezeigt werden

Die Prüfung wird zur Dokumentation gefilmt.

Die PrüferInnen besprechen sich direkt nach der Prüfung und teilen danach das Ergebnis mit. Der/die HundehalterIn erhält nach Bestehen der Prüfung eine Urkunde, eine Kopie des Bewertungsbogens und einen Ausweis (s. u.).

 

Voraussetzungen

  • Bestehen des Eignungstests und Bestehen der Theorieprüfung
  • Der Hund muss bei Prüfungsantritt mindestens 1 1/2 Jahre alt sein und mindestens 3 Monate bei der/m HundeführerIn leben
  • Nachweis eines Gesundheitszeugnisses, in dem ein/e Tierarzt/-ärztin bescheinigt, dass der Hund seine zukünftige Aufgabe aus gesundheitlicher Sicht meistern kann
  • Nachweis eines ausreichenden Impfschutzes (Vorlage des Impfausweises)

Kosten

Die Teilnahmegebühr für praktische Prüfung beträgt 200,- Euro pro Team inkl. Anfahrt.

„Zwischenprüfung“ für Assistenzhunde in stationärer Ausbildung

– Nur für HundetrainerInnen –

Sinn der Prüfung

Die „Zwischenprüfung“ kommt nur für Hunde in Frage, die in stationärer Fremdausbildung „vorausgebildet“ werden. Die Prüfung dient dem/der TrainerIn des Hundes und somit auch dem/der zukünftigen HalterIn zum Nachweis, dass der Hund nach Beendigung der stationären Fremdausbildung alle nötigen Vorraussetzungen für seine zukünftige Arbeit erworben hat. Bei der Prüfung wird ausschließlich die Leistung und das Wesen des Hundes getestet, es geht nicht in erster Linie um die Beurteilung eines Teams. Idealerweise findet die Zwischenprüfung direkt vor der Einschulung des Hundes/Zusammenführung mit dem/der zukünftigen HalterIn statt.

Ablauf

Siehe Ablauf praktische Prüfung für Assistenzhund-Teams. Die Prüfung kann auch am Wohnort der PrüferInnen statt finden. Ansonsten findet sie am Wohnort des/der Trainers/in statt.

Voraussetzungen

  • Bestehen des Eignungstests
  • Der Hund muss bei Prüfungsantritt mindestens 1 Jahr alt sein
  • Nachweis eines Gesundheitszeugnisses, in dem ein/e Tierarzt/-ärztin bescheinigt, dass der Hund seine zukünftige Aufgabe aus gesundheitlicher Sicht meistern kann
  • Nachweis eines ausreichenden Impfschutzes (Vorlage des Impfausweises)

Kosten

Die Teilnahmegebühr für die Zwischenprüfung beträgt 200,- Euro pro Hund inkl. Anfahrt.

Wo und wie kann ich mich anmelden?

Sie können sich bei uns telefonisch unter: 04 21-53 45 48

oder per E-Mail: info@dogs-with-jobs.de melden.

Wir vereinbaren mit Ihnen eine individuellen Prüftermin und schicken Ihnen die jeweiligen Unterlagen zu.

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